a poster of the imaginary entirety of the body in the mirror hangs over moi bed
2021
Ein stummer Kurzfilm, der die Performativität des Passiven in einer Situation erforscht, in der der Künstler seinen eigenen Körper als fleischige, entfernte, fremde, rohe Entität abtastet, mit Hilfe eines Objektivs, das verkehrt herum auf der Kamera montiert ist und mit der Hand über den Kamerasensor gehalten wird. Ein gekipptes Bild, das einerseits das Ergebnis dieser Technik (den Film selbst) zeigt, gibt andererseits einen Einblick in die Performativität des Filmprozesses selbst (der geduckte, konzentrierte Körper, der versucht, die Kamera und sich selbst still zu halten, während er sich selbst filmt).
Der Film wurde in den Ruinen eines mittelalterlichen Klosters gedreht. Eine uralte, verwundete, leblose Landschaft, die wie die Körper, die sie bewohnen, ein vages, verletzliches, lebloses Spiegelbild ihrer selbst ist.
"Das Spiegelbild (dieser zerstückelte Körper) scheint die Schwelle der sichtbaren Welt zu sein, wenn wir uns dem reflektierenden Arrangement hingeben, das die Imago unseres eigenen Körpers in der Halluzination und im Traum präsentiert“ (in Anlehnung an den französischen Psychoanalytiker Jacques Lacan, 1949).
Premiere: Simultan-Festival, Timsoara (RO), 09/2021