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NAH2023/24 | Tanzperformance


Nähe beschreibt nicht nur einen engen physischen Abstand, sondern auch ein Gefühl der Vertrautheit zwischen den Beteiligten. „Die Choreografie NAH untersucht, wie diese gegenseitige Vertrautheit zwischen Tänzern und Zuschauern aussehen kann und wie sie entsteht. Gerade der zeitgenössische Tanz ist oft von Rätseln umgeben: warum bewegen sich die Tänzer so oder so? ist es überhaupt noch tanz? muss tanz schön aussehen? in NAH gehen die Tänzer immer wieder auf das auf der bühne verteilte Publikum zu und teilen mit ihm ihre Bewegungsmotive, choreografischen Prozesse und die damit verbundenen Emotionen. schafft dieses wissen nähe? dabei wird dem publikum immer wieder die möglichkeit gegeben, seine perspektive im raum zu wechseln. und auch der raum bewegt sich mit ihm und ist teil der choreografischen landschaft, die sich ständig verändert. es wird versucht, die grenzen zwischen zuschauern und tänzern zu verschieben, aber nie ganz aufzulösen. NAH setzt die künstlerische Auseinandersetzung von marie-lena kaiser mit Fragen nach Hierarchien und Strukturen auf der Bühne fort, indem sie vermeintlich undurchdringliche Prozesse als künstlerische Methode transparent macht. NAH will keine Antworten finden, sondern Konzepte von „Authentizität“ und „Partizipation“ kritisch hinterfragen und damit einen neuen Ansatz vorschlagen.

Das Klangkonzept für diese Produktion basiert auf der Idee einer hypnotischen, verräumlichten, konstanten Klanglandschaft, nicht als Musik, die den Tanz illustriert, sondern eher als klangliche Umgebung, die den Performern einige Impulse bietet und das Publikum durch ein 6-Kanal-Lautsprechersetup in den multisensorischen und unmittelbaren Raum einbettet, den NAH hervorruft. Ausgehend von dem einen klanglichen Element, das die Performance verwendet: der menschlichen Stimme und Sprache, erscheinen und verschwinden musikalisierte Elemente innerhalb der 70-minütigen Performance.Das Klangkonzept für diese Produktion basiert auf der Idee einer hypnotischen, verräumlichten, konstanten Klanglandschaft, nicht als Musik, die den Tanz illustriert, sondern eher als klangliche Umgebung, die den Performern einige Impulse bietet und das Publikum durch ein 6-Kanal-Lautsprechersetup in den multisensorischen und unmittelbaren Raum einbettet, den NAH hervorruft. Ausgehend von dem einen klanglichen Element, das die Performance verwendet: der menschlichen Stimme und Sprache, erscheinen und verschwinden musikalisierte Elemente innerhalb der 70-minütigen Performance.



Choreographie: Marie-Lena Kaiser
Performer: Kati Masami Menze, Jordan Gigout, Eslam Elnebishy, Johannes Schropp, Bianca Sere Pulungan
Musik: Johannes Schropp
Dramaturgie, Audiodeskription: Alex Piasente-Szymański
Licht: Laura Salerno
Bühne: Eva Budniewski
Kostüm: Frederike Marsha Coors
Produktionsmanagement: Elena Martin Casai
Beratender Produzent: Martin Rascher