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2022






filmstills:



Der Film versteht sich als filmisch-klanglicher Kenotaph (leeres Grabmal; im Gegensatz zu einem Grab funktioniert ein Kenotaph jedoch ausschließlich als skulpturales Andenken und enthält keine sterblichen Überreste), der den Ereignissen in Heilbronn zu Ende des zweiten Weltkriegs andenkt.
Für den Film wurden im Stadtgebiet Heilbronns visuelle und klangliche Spuren (klanglich v.a. unter Mithilfe des Heilbronner Vokalensembles alto e basso) gesucht, die sich dem Erinnern verschrieben sowie Raum für ein kollektives Erinnern schaffen:
Skulpturen, die die Erinnerung von Augenblicken zeitlich konservieren; leere Orte, die die Erinnerung von Menschen und durch Menschen verursachte Situationen verkörpern; Standbilder, die durch Filmen (anstatt zu Fotografieren) Zeit selbst sichtbar machen, die den Ort mit der Erinnerung seiner selbst memoriert; Körper, die durch ihren Stillstand Raum schaffen für die Erinnerung an die Körper der Vergangenheit.
Fragmentarische Spuren, die versuchen, als Film-Skulptur die verschiedenen Zeitlichkeiten (dessen dem Gedacht wird, sowie dem Gegenwärtigen) zu überlagern.



Konzept, Regie, Film, Musik: Johannes Schropp
Chor: alto e basso (Dirigent: Matthias Böttcher)
Auftragswerk des Stadtarchivs Heilbronn sowie des Förderkreis Heilbronn für Neue Musik e.V.